Adaption
Mo, 08/02/2010 – 18:17 – Schreiber Licht…
Adaptation bezeichnet ganz allgemein die Anpassungsprozesse des menschlichen Sinnesorgane an die auf sie einströmenden Reize. Bleiben diese Reize gleich, so werden sie mit der Zeit weniger stark wahrgenommen.
Bei plötzlichen starken Veränderungen der Reize muss die Empfindlichkeit, mit der ein Sinnesorgan sich anpasst, jedoch so schnell wie möglich verändert werden.
Adaptation beim menschlichen Auge
Das Auge kann sich mit der Hilfe von drei verschiedenen Mechanismen zur Adaptation vielen unterschiedlichen Helligkeitsgraden anpassen – von der plötzlichen Blendung bis hin zur fast völligen Dunkelheit.
Die Weitung der Pupille kann – ähnlich einer Fotokamera – den Lichtstrom so regulieren, dass er trotz Helligkeitsunterschieden weitestgehend gleich bleibt.
Durch die neuronale Adaptation verändert sich die Empfindlichkeit auf der Netzhaut. Die Sehschärfe nimmt bei geringerer Stärke der Beleuchtung ab.
Die chemische Adaptation ist vor allem für die Dunkeladaptation wichtig, da hierbei Photopigmente neu gebildet werden. Dieser Aufbauvorgang nimmt allein für die Zapfenpigmente etwa sieben Minuten in Anspruch. Der Aufbau des Rhodopsins, das für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich ist, benötigt etwa fünfmal so viel Zeit.
Erhöht sich hingegen die Leuchtdichte, so zerfallen die Photopigmente. Daher kann die Adaptation an Helligkeit wesentlich schneller erfolgen als die Adaptation an Dunkelheit.
Die Wahl der passenden Badbeleuchtung kann dabei helfen, die Adaptationsvorgänge zu minimieren. Das Licht sollte sich gleichmäßig verteilen und möglichst blendfrei sein.

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